Courage vs Mut - Isabel Sacher

Courage vs Mut

07/12/2020

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich eine ganz wichtige Entscheidung getroffen, ich habe auf mich selbst eine Wette abgeschlossen. Ich wusste, dass es der richtige Weg sein würde und habe seitdem alles andere losgelassen: die Hochzeiten, die Fotografie und das Hochzeitsfestival inklusive aller damit verbundenen Umsätze und Sicherheiten. Ich wollte mich nur noch aufs Coaching fokussieren und es hat sich zum zweiten Mal so angefühlt als würde ich kündigen. Nur war es diesmal viel grösser und viel wichtiger. Vor 5.5 Jahren meinen Job zu künden ohne zu wissen, was dann passieren würde, das brauchte Mut. Da bin ich wirklich gesprungen, ins eiskalte Wasser und musste erstmal schwimmen lernen. Doch irgendwann dazwischen habe ich verstanden, dass Hochzeiten und Fotografie nicht meine Aufgabe sind, es ist nur eine Station. Also habe ich weiter gesucht und ziemlich schnell feststellen, dass ich nicht suchen musste. Es war die ganze Zeit schon da. Schon in meinem ersten Zeugnis steht, dass ich “in Gruppenarbeiten” gern die führende Rolle übernehme 😂 (und das hat sich auf verschiedenen Wegen immer und immer wieder gezeigt) Ich musste es mir einfach eingestehen und schlussendlich dem zu folgen, wofür ich wirklich hier bin, brauchte keinen Mut, sondern Courage. Weil ich es mir selbst und allen anderen schuldig bin, dass ich das mache, was wirklich für mich ist.

 

Mut und Heldentum braucht es um in eine Schlacht zu ziehen und ohne zu wissen, ob man es überstehen kann oder ob man mit Verletzungen wieder heimkehrt. Andere würden es Wahnsinn nennen, doch genau das brauchen wir, wenn wir uns zu unbekannten Zielen aufmachen. Courage hingegen ist der ultimative Akt des Selbstvertrauens, wenn du dir nicht sicherer sein könntest über den Ausgang des Abenteuers und genau weisst, was zu tun ist. Deshalb nennen wir es auch Zivilcourage, wenn es darum geht einem Unfallopfer zu helfen, wir tragen unseren besten Beitrag dazu bei, dass es uns als Gesellschaft besser geht und wir sicherer leben und nicht um als Helden gefeiert zu werden. Wir helfen, weil wir damit einzahlen in die globale Gleichung, in der es das nächste Mal jemand anderes auch für uns tun würde. Wir helfen, weil wir an das Gute glauben.

Also habe ich alle Fotografieanfragen abgesagt und bin jedes Mal eines kleinen Todes gestorben. (Im Ernst, mir war kotzübel!) Aber ich WUSSTE, dass es die richtige Entscheidung war. Alles andere wäre egoistisch gewesen. Es wäre falsch gewesen, weiterhin Hochzeiten zu begleiten, wenn ich weiss, dass mein Weg ein anderer ist. Also habe ich eins nach dem anderen losgelassen und bin ich einfach weiter gelaufen, unerschrocken und kompromisslos. Denn dann passiert Magie ✨ Und anders als magisch kann ich das vergangene Jahr wirklich nicht bezeichnen. Es war sicher nicht immer einfach (inklusive mehrerer nervöser Meltdowns), aber es war definitiv magisch!

Love + light,

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